31.05.2012

Rheinmetall auf der Eurosatory

Moderne Systeme für moderne Streitkräfte – "Force Protection Is Our Mission"

Alle zwei Jahre wird Paris zum Treffpunkt der internationalen Landstreitkräfte-Gemeinschaft. Die wehrtechnische Messe Eurosatory bietet einen eindrucksvollen Überblick über die aktuellen Entwicklungen bei Rad- und Kettenfahrzeugen, Funk- und Führungssystemen, Waffen, Schutzaufbauten, Ausrüstung, Sensorik und vielem mehr. Als führendes wehrtechnisches Systemhaus stellt Rheinmetall vom 11. bis zum 15. Juni unter dem Motto "Force protection is our mission" einmal mehr einen Ausschnitt seines Produktportfolios den hochrangigen Delegationen und Fachbesuchern aus aller Welt dar.

Gefechtsfahrzeuge

Kampf- und Schützenpanzer sowie gepanzerte Radfahrzeuge bilden auch künftig das Rückgrat mechanisierter Kräfte. In den heutigen, asymmetrischen Konflikten bewähren sie sich ebenfalls durch Mobilität, hohes Schutzniveau, Feuerkraft und Führungsfähigkeit.

In seinem Eurosatory-Pavillion präsentiert Rheinmetall aktuelle Projekte und Produkte aus diesem Bereich. Unter den Exponaten befinden sich das neue gepanzerte Transportkraftfahrzeug (GTK) Boxer in der Variante Führungsfahrzeug des deutschen Heeres sowie das neu entwickelte geschützte Mehrzweckfahrzeug Armoured Multi Purpose Vehicle (AMPV).

Aber auch seit Jahren eingeführte und in Einsätzen bewährte Gefechtsfahrzeuge lassen sich durch verschiedene Retrofit-Maßnahmen für die heutigen Einsatzerfordernisse modernisieren. Neue Schutztechnologien, verbesserte Antriebe und neue Aufbauten ermöglichen auf Basis bewährter Plattformen die Realisierung neuer kosteneffizienter Fahrzeugfamilien vom Mannschaftstransporter (Armoured Personnel Carrier, APC) bis hin zum mittleren Kampfpanzer (Main Battle Tank, MBT). Rheinmetall zeigt dies eindrucksvoll am Beispiel zweier modifizierter Schützenpanzer Marder 1. Darüber hinaus bietet Rheinmetall durch die Integration neuester Technologien, Komponenten und Subsysteme auch Lösungen im High-End-Bereich an. Markantes Beispiel hierfür ist der MBT Revolution, der erstmals auf der Eurosatory 2010 präsentiert wurde.

Mobilität

Zuverlässige Fahrzeuge bilden das Rückgrat jeder Logistikkette. Rheinmetall MAN Military Vehicles (RMMV) bietet hierfür mit den TG-, HX- und SX-Baureihen jahrzehntelang bewährte, robuste, einsatzerprobte und vielseitige Produkte an.

Auf der Eurosatory 2012 zeigt Rheinmetall erstmals eine Weiterentwicklung der gepanzerten HX-Baureihe. Das Fahrzeug trägt zudem das aktive Hardkill-Schutzsystem ADS. Weiterhin sind am Stand unterschiedliche Versionen des HX 8x8 zu sehen, mit dem sich das Unternehmen unter anderem für das kanadische Rüstungsvorhaben „Medium Support Vehicle System Standard Military Pattern“ (MSVS SMP) bewirbt.

Eine weitere Eurosatory-Premiere feiert das leichte Mehrzweckfahrzeug „Amarok M (= Military)“. Damit erweitert RMMV konsequent sein Produktportfolio für Commercial off the Shelf-Fahrzeuge in der Gewichtsklasse unter 7,5 Tonnen.

Schutz

Ob Schutz vor optischer, optronischer oder elektronischer Aufklärung, ob individuelle Körperschutzausstattung, innovative Fahrzeugschutzsysteme oder gar der umfassende Schutz großflächiger kritischer Infrastruktur – Rheinmetall bietet die passenden Systeme und Komplettlösungen aus einer Hand.

In den Bereich des passiven Schutzes fallen die Produktpaletten von Rheinmetall Chempro und Rheinmetall Verseidag Ballistic Protection Systems . Diese umfassen leichtgewichtige Hochleistungsmaterialien, die etwa in Sonderfahrzeugen, Helikoptern oder auf Schiffen zum Schutz der Insassen verbaut werden. Ebenso gehören Einschübe für ballistische Schutzwesten aus diesem Material zum Portfolio.

Aktiven Schutz bieten leistungsfähige "Soft-Kill"-Lösungen, die Rheinmetall für Landfahrzeuge ebenso wie für Flugzeuge, Helikopter und Schiffe anbietet. Nebelschutzsysteme wie "Rosy" machen Fahrzeuge im Bedrohungsfall für den Gegner unsichtbar. Als äußerste Abwehrlinie dienen so genannte „Hardkill-Systeme“, die die Bedrohung bereits vor Erreichen eines Zieles bekämpfen – etwa das Fahrzeugschutzsystem ADS.

Die besondere Stärke des Düsseldorfer Traditionsunternehmens ist es darüber hinaus, neue und bereits bewährte Produkte und Systeme zu einem wirksamen Verbund zu integrieren.

Sensorik und Feuerleitung

Der Geschäftsbereich Rheinmetall Electro Optics präsentiert erstmals auf der Eurosatory sein Beobachtungssystem Vingtaqs SLR als kosteneffiziente Variante dieser Baureihe. Neben Rheinmetalls eigenen Sensoren kann es auch Fremdgeräte aufnehmen. Es eignet sich zur präzisen Ermittlung sowie Weitergabe von Zieldaten auch über lange Entfernungen.

Auch der große Bruder, das Vingtaqs II, das in einem System die elektro-optische Aufklärung mit einem Gefechtsfeldradar vereint, wird integriert auf dem AMPV als moderne, mobile Aufklärungslösung präsentiert.

Ebenfalls zeigt Rheinmetall seinen Laser-Zielmarkierer FOI 2000 für vorgeschobene Artilleriebeobachter oder Forward Air Controller (FAC). Er lässt sich sowohl in Fahrzeuge integrieren, als auch abgesessen einsetzen. Die norwegischen und schwedischen Streitkräfte nutzen dieses Gerät bereits.

Weiterhin sind die bewährten Laser-Pointer, Laser-Zielmarkierer sowie Laser- Lichtmodule am Stand zu begutachten, darunter das Vario Ray (LLM-VR) und das von vielen Streit- und Sicherheitskräften eingesetzte LLM01. Die Zielerkennung Freund-Feind (ZEFF; englisch Dismounted Soldier Identification Device/DSID) sowie das neue Feuerleitvisier MultiRay ergänzen die Palette.

Soldatensysteme

Nach wie vor haben infanteristisch und abgesetzt kämpfende Kräfte eine Schlüsselrolle in den heutigen Konflikten. Rheinmetall hat für die deutsche Bundeswehr die modulare Kampfausstattung „Infanterist der Zukunft – 2 (IdZ-2)“ entwickelt, die jetzt unter dem Namen „Gladius“ eingeführt wird. Dieses neue Soldatensystem bindet die abgesessen kämpfenden Kräfte in die Vernetzte Operationsführung ein. Auf der Eurosatory stellt Rheinmetall die aktuelle Version dieses deutschen Rüstungsprojektes vor.

Wirkung

Mit seiner umfangreichen Palette sowohl in 40 mm x 46 (Low Velocity/LV und Medium Velocity/MV) als auch in 40 mm x 53 High Velocity (HV) unterstreicht Rheinmetall seine Systemführerschaft im Bereich der 40-mm-Munition. Diese reicht von Trainingsmunition über nicht letale Wirkmittel bis hin zu hochwirksamer Gefechtsmunition. Darunter sind tempierbare Air-Burst-Granaten in den Kalibern 40 mm x 46 MV und 40 mm x 53 HV. Speziell für den zusätzlichen Verschuss der Medium-Velocity-Munition entwickelt Rheinmetall den Granatwerfer Cerberus und den Automatischen Granatwerfer Hydra. Beide verfügen über Hydraulik-dämpfungen, die die beim Abschuss entstehenden Rückstoßkräfte auf das Niveau der LV-Munition senken. Konzeptstudien sind auf der Eurosatory zu begutachten.

Auch im Bereich der 60-mm-Mörsermunition nimmt Rheinmetall eine Führungsrolle für sich in Anspruch. Diese neue Munitionsfamilie ist auf insensitive Munition getrimmt und erfüllt alle Anforderungen des STANAG 4439. Sie umfasst sowohl Gefechts-, Mehrzweck- und Übungsgranaten. Das im Bereich der 81-mm-Mörser bereits erfolgreiche Feuerleitvisier VingPods wird für die neue Munitionsfamilie angepasst.

Weiterhin stellt Rheinmetall auf der Eurosatory die beiden neuen, auf die heutigen Gefechtsfelder optimierten 120 mm-Panzermunitionssorten HE-Frag-T DM11 sowie HE SQ (High Explosive Super Quick) Rh31 aus. Die HE-Frag-T DM11 zeichnet sich durch die Programmierbarkeit der geladenen Patrone sowie durch die Fähigkeit zum Luft-sprengpunkt (Air Burst) für Kampfentfernungen bis zu fünf Kilometern aus. Die dazu notwendigen System-Modifikationen (Programmierkit) sind in alle Kampfpanzer-Plattformen mit einer 120-mm-Glattrohrkanone nachrüstbar. Die kostengünstigere Rh31 verfügt über eine Aufschlagfunktion ohne Verzögerung, die keiner Systemmodifikation bedarf. Für beide Munitionssorten liegen Rheinmetall inzwischen erste Lieferverträge von Leopard 2/M1-Nutzerstaaten vor.

Mit LANCE bietet Rheinmetall eines der modernsten modularen Mittelkaliberturmsysteme an. LANCE lässt sich sowohl als bemannter als auch als fernbedienbarer Turm konfigurieren. Auf der Eurosatory findet sich ein LANCE-Trainingsdemonstrator am Stand von Rheinmetall. Darüber hinaus stellt MOWAG einen APC Piranha mit integriertem LANCE-Turm aus.

Selbst kleinere Führungs- und Funktionsfahrzeuge lassen sich mit höherer Feuerkraft versehen. Möglichkeiten hierfür bieten ferngesteuerte, vollstabilisierte Waffenstationen wie die Lite oder Super Lite der Protector-Familie, die auf verschiedenen Fahrzeugen auf Rheinmetalls Eurosatory-Stand integriert sind.

Flugabwehr

Eine moderne Flugabwehr muss heute auch asymmetrische Angriffe, etwa mit Raketen-, Artillerie- und Mörsergranaten (RAM)abwehren. Hierfür hat Rheinmetall Air Defence das Oerlikon Skyshield MOOTW/C-RAM System entwickelt. Es ist darauf ausgelegt, militärische Einrichtungen, aber auch kritische zivile Infrastruktur vor RAM-Angriffen zu schützen – sei es in der Heimat oder in ausländischen Einsatzgebieten, sei es bei der Landes- und Bündnisverteidigung oder im Rahmen von “military operations other than war” (MOOTW). Das Skyshield MOOTW/C-RAM System basiert auf der Ahead Airburst-Technologie. Die deutsche Bundeswehr hat zwei Skyshield MOOTW/C-RAM-Systeme beschafft. Dieses deutsche Rüstungsprojekt trägt den Namen „Mantis“.

Rheinmetall – weltweit Partner für wehrtechnische Systeme

Rheinmetall betont mit seinem Messeauftritt auf der Eurosatory 2012 einmal mehr seine Vielseitigkeit als führendes wehrtechnisches Systemhaus und verläßlicher Partner für Streit- und Sicherheitskräfte in Europa und weltweit.

Rheinmetall AG

Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Oliver Hoffmann
Rheinmetall Platz 1
40476 Düsseldorf
Deutschland
Telefon: +49 211 473-4748
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